Pflichtversicherung

Rentenhöhe

Die Höhe der Betriebsrente hängt ab von der Summe der Versorgungspunkte bis zum Rentenbeginn. Die Versorgungspunkte (VP) berechnen sich wie folgt:

 

Entgelt : 12.000 x Altersfaktor = Versorgungspunkte

 

Das für den jeweiligen Abschnitt gemeldete zusatzversorgungspflichtige Entgelt ist entsprechend den Vorgaben im ATV-K zunächst durch 12 und anschließend durch das vorgegebene Referenzentgelt von 1.000 € zu teilen. Zur Vereinfachung wurden diese zwei Berechnungsschritte in einen zusammengefasst.

 

Mit den Altersfaktoren wird die jährliche Verzinsung der Einzahlungen bis zum Rentenbeginn berücksichtigt. Je jünger die/der Versicherte ist, desto höher ist der Altersfaktor, da die Einzahlungen länger zinsbringend angelegt werden können.

 

Maßgebend für die Auswahl des Altersfaktors ist das Alter, das im  jeweiligen Kalenderjahr erreicht wird. Als Alter gilt die Differenz zwischen dem jeweiligen Kalenderjahr und dem Geburtsjahr.

 

Die Altersfaktoren sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

 

Alter

Altersfaktor

Alter

Altersfaktor

17

3,1

32-33

1,9

18

3,0

34

1,8

19

2,9

35-36

1,7

20

2,8

37-39

1,6

21

2,7

40-41

1,5

22

2,6

42-43

1,4

23

2,5

44-46

1,3

24-25

2,4

47-49

1,2

26

2,3

50-52

1,1

27-28

2,2

53-56

1,0

29

2,1

57-61

0,9

30-31

2,0

ab 62

0,8

 

Die Höhe Ihrer Betriebsrente bemisst sich nach der Anzahl der in der Pflichtversicherung erworbenen Versorgungspunkte.

 

Der Bruttorentenanspruch berechnet sich wie folgt:

Versorgungspunkte x Messbetrag (4 €) = monatliche Betriebsrente

 

Der Messbetrag von 4 € ist der im Altersvorsorgetarifvertrag-Kommunal (ATV-K) festgelegte versicherungsmathematisch ermittelte Wert eines Versorgungspunktes.

 

Abzüge

 

Versicherte, die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, zahlen den vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag aus der Betriebsrente. Die ZVK ist gesetzlich verpflichtet, diese Beiträge einzubehalten und an die zuständige Krankenkasse abzuführen.

 

Abschläge

 

Die Betriebsrente mindert sich in Anlehnung an die Bestimmungen der gesetzlichen Rentenversicherung für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente um 0,3 %, höchstens jedoch um insgesamt 10,8 %. Die Vertrauensschutzregelungen der gesetzlichen Rentenversicherung gelten entsprechend.

 

Nichtzahlen und Ruhen der Betriebsrente

 

Die Betriebsrente kann unter bestimmten Umständen ruhen. Wenn die gesetzliche Rente nicht gezahlt wird oder wegen Überschreitens der Hinzuverdienstgrenze ruht, wird auch die Betriebsrente nur in Höhe eines entsprechenden Anteils gezahlt. Die Betriebsrente ruht auch, soweit das für den Zeitraum von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlte Krankengeld die gesetzliche Rente übersteigt.

 

Sofern bei der Witwen-/Witwerrente in der gesetzlichen Rentenversicherung eine Einkommensanrechnung erfolgt, erfolgt diese auch bei der Betriebsrente.

 

Abfindung von Kleinstbetragsrenten

 

Betriebsrenten, die den Monatsbetrag nach § 3 Abs. 2 BetrAVG nicht überschreiten, werden abgefunden.

Renten wegen voller Erwerbsminderung und Waisenrenten, die die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreiten, können nur auf Antrag abgefunden werden.

 

Bei Zeitrenten und Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung ist eine Abfindung nicht möglich.

 

Dynamisierung der Betriebsrente

 

Die Betriebsrente wird jährlich um 1 Prozent dynamisiert.

 

Steuerpflicht

 

Betriebsrenten sind als sonstige Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts grundsätzlich steuerpflichtig. Die steuerrechtliche Bewertung Ihrer Betriebsrente aus der Zusatzversorgung ist davon abhängig, wie die an die Zusatzversorgungskasse entrichteten Umlagen bzw. Beträge versteuert wurden. Dementsprechend ist die Betriebsrente mit dem Ertragsanteil oder voll zu versteuern.